Raucherentwöhnung


Rauchen wird häufig als „schlechte Gewohnheit“ bagatellisiert, die man jederzeit wieder aufgeben könne. Schnell merkt jedoch der Raucher den Suchtcharakter. Rauchen ist eine der häufigsten Suchterkrankungen. In Deutschland sterben mehr Menschen an den Folgen des Tabakkonsums als durch Alkohol, illegale Drogen, Morde, Verkehrsunfälle und Selbstmorde zusammen. Das sind 110.000 bis 140.000 Todesopfer jährlich.

 

Rauchen stellt damit das größte einzelne vermeidbare Gesundheitsrisiko für eine Vielzahl schwerwiegender Krankheiten dar. Rauchen schädigt nahezu jedes menschliche Organ und verursacht eine Vielzahl von Krankheiten wie Krebserkrankungen, Herz-und Gefäßerkrankungen, Atemwegserkrankungen, Impotenz und viele andere Beschwerden und teilweise massive Einschränkungen des täglichen Lebens.

 

Mehr als 20 % aller Krebserkrankungen werden in Deutschland auf das Rauchen zurückgeführt, darunter 90 % aller Lungenkrebsfälle bei Männern und 60 % bei Frauen.

Nur 58 % der Raucher erreichen das 70. Lebensjahr, im Vergleich zu 81 % der Nichtraucher.

 

Nichtraucher in 6 Wochen


Das Ziel ist, nicht nur mit dem Rauchen aufzuhören, sondern dauerhaft frei zu bleiben. Dieses Programm wird für Gruppen und Einzelpersonen angeboten und kombiniert verschiedene verhaltenstherapeutische Ansätze wie Motivationsförderung, Förderung rauchfreien Verhaltens und Rückfallmanagement. Die Inhalte des Programms werden in wöchentlichen Sitzungen vermittelt.

 

Das Programm leitet die Teilnehmer zunächst zu einer Selbstbeobachtung des eigenen Rauchverhaltens an. Danach erfolgt die Planung des Rauchstopps, der bei Bedarf durch Medikamente unterstützt werden kann. In der Folge entwickeln die Teilnehmer Alternativen um Rauchen und lernen, sich für ihre Rauchabstinenz zu belohnen. Die Bewältigung des Rauchverlangens sowie die Vorbeugung und Bewältigung von Rückfällen stehen in den letzten Kurseinheiten im Mittelpunkt. Auch die Problematik einer möglichen Gewichtszunahme und die Möglichkeiten der Vermeidung werden ausführlich thematisiert.

 

Zur Unterstützung lernen die Teilnehmer auch Entspannungsverfahren wie z.B. das „Autogene Training“ oder die „Progressive Muskelentspannung“ gezielt einzusetzen. >Dieses Programm ist nach § 20 SGB V anerkannt, so dass die Kursgebühren im Rahmen der Erstattungsrichtlinien der Krankenkassen, erstattet werden können.

 

Nachhaltige Raucherentwöhnung mit Hypnose


Einige hypnotherapeutische Ansätze versprechen Rauchfreiheit nach bereits einer Sitzung, sehr oft sogar in größeren Gruppen. Die meisten wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen jedoch, dass diese Angebote nicht nachhaltig sind und nicht auf Dauer zum Erfolg führen.

 

Seriöse Studien zeigen, dass es sinnvoll und notwendig ist die hypnotherapeutische Raucherentwöhnung in drei bis fünf Sitzungen durchzuführen, denn nur so lässt sich eine individuelle Behandlung für den Klienten realisieren.

 

Bei der hypnotherapeutischen Raucherentwöhnung wird das Abstinentwerden von der Zigarette als ein Prozess des Abschiednehmens verstanden und die Zeit des Rauchens als einen Lebensabschnitt gewürdigt der jetzt abgeschlossen wird.

 

Die verwendeten Suggestionen sprechen Themen an wie „Erinnerungen an die schönen Seiten des Rauchens aushalten lernen“, „loslassen können“, „Freude empfinden über das zukünftige rauchfreie Leben und den besseren Gesundheitszustand“ oder „die bessere Genussfähigkeit als Nichtraucher“ aber auch mögliche Symptomfunktionen oder Hindernisse, die dem Nichtrauchen im Wege stehen.

 

Die Erfolgschancen dauerhaft rauchfrei zu bleiben liegen bei der hypnotherapeutischen Raucherentwöhnung in der Regel deutlich über 60 %.